Drei Blickwinkel auf Zukunft und Zukünfte
Die Drei Blickwinkel auf Zukunft und Zukünfte sind ein Denkwerkzeug, das die Zukunftsbilder einer Gruppe ordnet: projiziert-offiziell, plausibel-alternativ und absurd-utopisch. Es macht stille Annahmen besprechbar und gibt strategischen Debatten eine gemeinsame Sprache. Die drei Kategorien helfen, Erwartetes, Mögliches und Gewagtes auseinanderzuhalten. Entwickelt hat es der Zukunftsforscher Jonas Drechsel.
Beim Joint Research Centre der EU füllten Beamt*innen eine Tabelle zu Zukünften der Partizipation in der EU aus, zuerst die offiziellen. Der Zwang, die Tabelle zu vervollständigen, führte sie bis zur absurd-utopischen Spalte. Dort träumten sie plötzlich davon, mit dem Bulli durch die EU zu fahren und auf Bürger*innen zuzugehen.
Als Workshop lief das Format unter anderem bei Slow Mobility in Culture 2022, der Stiftung einer bekannten NGO, der Illustratoren Organisation, Velptec und der HS Kempten.
Es verdichtet das Three-Horizons-Modell von Bill Sharpe, das Futures Literacy Lab der UNESCO und den Futures Cone von Joseph Voros.
Leitfragen
- Was ist der Zukunfts-Elefant im Raum, über den selten gesprochen wird?
- Welche Entwicklungen gelten als realistisch, sobald der Blick sich weitet?
- Welche Sehnsuchtsorte lassen sich vorstellen, jenseits des Wahrscheinlichen?
Quellen und Bezüge
- Das Three-Horizons-Modell (Bill Sharpe), das Futures Literacy Lab der UNESCO und der Futures Cone von Joseph Voros
- Das Format verdichtet alle drei