Zukünfte
Zukünfte steht für die Vielzahl möglicher, plausibler und wünschbarer Entwicklungen, die von heute aus denkbar sind. Zukunftsforschung spricht im Plural, weil offen ist, welche davon eintritt. Das hängt auch davon ab, wer heute handelt. Der Plural hält den Raum offen, damit sich Alternativen nebeneinanderlegen und vergleichen lassen.
Ordnen lassen sich Zukünfte mit dem Futures Cone von Joseph Voros (2003), von möglich über plausibel und wahrscheinlich bis wünschbar.
Was passiert, wenn der Plural verloren geht, beschreibt der Text „Auf ein Wort #4: Zukünfte“ auf dem Einbildungskanal (2021). Eine Promotionsschrift am Lehrstuhl Zukunftsforschung der FU Berlin zeigte, wie Volkswagen eine gewünschte Zukunft über einen Kriterienkatalog herstellt. Sind die Kriterien erfüllt, kommt die VW-Zukunft. Für den einen Plan schließen sich alle anderen möglichen Zukünfte.
Auf diesem Plural bauen die Drei Blickwinkel auf Zukunft und Zukünfte auf. Sie setzen dort an, wo die offizielle Zukunft einer Gruppe selten ausgesprochen wird und trotzdem Entscheidungen lenkt.
Leitfragen
- Welche Zukunft gilt bei euch als die offizielle?
- Welche Zukünfte kommen in euren Debatten gar nicht vor?